Ich geb´s ja zu – Ich steh einfach auf fliegende Haare. Dazu noch etwas Gegenlicht und los geht´s:



Equipment:

1x Hensel Trias 1500Ws Speed Generator
1x Hensel Trias Speedkopf
2x Hensel Expert Pro 500Ws
1x 12´Reflektor mit mittlerer Wabe
1x Tubus
1x Langer 9´Reflektor mit enger Wabe
1x Magic Arm
1x 1qm Pappe oder Ähnliches
1x Ventilator

Als Hauptlicht dient uns der 12´Reflektor mit Wabe am Galgenstativ. Er schwebt quasi über der Kamera und ist so ausgerichtet, dass die Augenhöhle komplett ausgeläutet wird. Er scheint also fast frontal auf das Model.
Hierbei ist es wichtig, genug Abstand zwischen Model und Wand ( >2m) sowie Model und Hauptlicht (=3m) herzustellen. Damit verhindert ihr zum einen, dass das Hauptlicht zuviel Einfluss auf den Hintergrund nehmen kann und zu anderen sorgt ihr dafür, dass der 12´Reflektor den gesamten relevanten Bereich des Models ausleuchtet und dabei von der Charakteristik möglichst hart erscheint.

Der Hintergrund ist seitlich mit einem 9´Reflektor auf einem Hensel Expert Pro 500 ausgeleuchtet. Er steht möglichst nah ( ca. 30cm) an der Wand und strahlt von Links nach Rechts ins Bild. Zwischen Kamera und Blitz ist eine Pappe mit einem Magic Arm an einem Stativ befestigt und schirmt mich bei der Aufnahme vom Streulicht ab. Hier könnt ihr es auf dem Bild noch leicht erkennen.

Rechts vom Model steht ein weiterer Expert Pro 500 mit einem Tubus, der genau auf meine Kamera gerichtet ist. Er steht ebenfalls nah (ca. 30cm) vor der Wand. Hiermit sorge ich zum einem für die Lichtkante an der Wange vom Model und zum anderen erzeuge ich damit einen Streulichteffekt, den ich auch noch frei steuern kann. Je direkter ich den Lichtkegel in mein Objektiv scheinen lassen – also je mehr ich davon im Sucher bei der Aufnahme sehe – desto stärker ist auch der Effekt im Bild später.


H&M: Anna Zebi
Model: Katharina M.

Wie man die Haare kontrolliert fliegen lassen kann damit sie so fallen wie man will? Gar nicht – vergiss es! :-) Spiel ein wenig mit dem Ventilator, einer Pappe zum Wedeln (Sie erzeugt kurze harte Windstöße was durchaus besser als ein Ventilator sein kann) oder lass sich das Model auf verschiedene Art und Weise bewegen – Lustig wird es auf jeden Fall.

Dieses Set eignet sich für Aufnahmen, bei denen die Haare nicht scharf sein müssen – Um eine Schärfe in die Haare zu bekommen, ist weiterer Aufwand nötig – Das wird es in einem anderen Tutorial geben.

In der Nachbearbeitung wurde der Weißabgleich von 5200 auf 4500 reduziert um die Bilder kühler erscheinen zu lassen.

Aufgenommen habe ich mit dem 24-70 und dem 70-200 bei 1/160 und F11

Viel Spaß beim Ausprobieren!