Fotografie Tutorial – Liquids
- Juni 20th Juni 2010
- Eingetragen inFotografie Tutorial
- vonChristian
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Heute geht es mal nicht um die Fashion oder Beauty Fotografie. Heute geht es um Wasser. Zugegeben, ich war allein im Studio und das macht echt keinen Spaß aber das Thema Wasser ist wirklich spannend.

Die Kunst der Fotografie hat wahnsinnig viele Seiten. Das spannende an Liquids ist, dass wir Dinge bzw. Momente “einfrieren” können, die wir typischerweise sonst nur für Bruchteile einer Sekunde sehen.
Equipment:
2x Hensel 1500Ws Speed Generator
2x Hensel Speedköpfe
1x Hensel Expert Pro Plus 500Ws
2x 7´Reflektor mit enger Wabe
1x Tubus
1x Aquarium
1x Bodenstativ
1x Flasche

Dazu kommen noch ca. 50 l Wasser, 3 Std. Zeit und jede Menge Nerven.
Ich habe eine Flasche Cola mit Wasser gefüllt und das Wasser in kleinen Schüben in die Mitte vom Becken gekippt. Je schneller ich gekippt habe, desto tiefer ging das Wasser. Es ist wichtig, vorher die optimale “Wasser-ins-Becken-Kipptechnik” zu üben und seinen eigenen Weg zu finden.
Die Kamera habe ich mit einem Pocket Wizard ausgelöst – Es geht natürlich jede Art von Fernbedienung oder einfach jemand, der für euch das Wasser schüttet.
Im Grunde ist es unwichtig, welches Licht wir einsetzen. Zwar hat der Tubus auf dem Hintergrund einen eindeutigen gestalterischen Sinn doch das Hauptlicht hat keinen Einfluss auf die Charakteristik des Lichts.
Warum das so ist? Wasser bietet keine ausreichende Fläche für Schattenwurf etc. um den unterschied zwischen hartem und weichem Licht offenlegen zu können.
Ich habe aus reiner Bequemlichkeit die kleinen Reflektoren mit Wabe gewählt. Sie lassen sich schnell und leicht bewegen und stören dank der Waben nicht die Belichtung meines Hintergrundes.
Was auf jeden Fall wichtig ist, ist der Winkel der Lichter zur Kamera. Hier heißt es einfach ausprobieren bis keine Spiegelungen im Glas mehr vorhanden sind.

Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, die Bewegung ausreichend einfrieren zu können. Folgende Punkte sind wichtig:
- Umgebung abdunkeln – Einfallendes “Dauerlicht” fördert Bewegungsunschärfe. Ich mache sogar die Einstelllichter aus bei solchen Aufnahmen.
- Synchronkabel zwischen Kamera und Generator – kein Funk
- Möglichst geringe Generatorleistung. Je weniger der Generator arbeiten muss, desto schneller kann er es. D.h. abhängig von eurem gewünschten Schärfebereich in Verbindung mit eurer Chipgröße und Brennweiter stellt ihr fest, welche Blende ihr mindestens benötigt um alles scharf abbilden zu können. Evtl. könnt ihr sogar noch etwas am ISO Wert schrauben.

Aufgenommen habe ich mit 62mm, 1/250 bei F 7,1 und ISO 100.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
PS: Das gezeigte Bild ist um 180° gedreht. D.h. die Spritzer bildeten sich unter Wasser.

Deine Variante ist mal als anderes als die schon tausend mal fotografierten einzelnen Wassertropfen.